Vereinsmeisterschaften im Ergometerrudern

                                                                                                                   Bericht: Ute Nicklisch

Als optimaler Ausgleich zum Rudern auf dem Wasser gilt das sogenannte Ergometerrudern. Mit Hilfe dieses speziellen Fitnessgerätes, wie es auch in fast jedem Fitnessstudio zu finden ist, werden exakt die gleichen Bewegungen getätigt, wie eben beim echten Rudern. Somit hat sich dieses Trockenrudern als optimale Trainingsmethode auch für die Bernburger während der kalten Wintermonate bewährt.

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Am Samstagvormittag veranstaltete der Bernburger Ruderclub e. V. (BRC) seine Vereinsmeisterschaften im Ergometerrudern. Diese galt als Pflichtveranstaltung für alle Ruderer, die eine DRV Regatta besuchen wollen. Etwa 50 Ruderer und Ruderinnen kämpften dabei jeweils in unterschiedlichen Altersklassen und Streckenlängen. Von 300 bis 1000 Metern traten die Mitglieder im Alter von acht bis 55 Jahren gegeneinander an. Zusätzlich hatte jedes interessierte Nichtmitglied, die Möglichkeit sich am Rennen im Freizeitbereich zu beteiligen.

Während eine derartige Meisterschaft regelmäßig im BRC veranstaltet wird, ist in diesem Jahr erstmalig ein Team der Ruderbundesliga (RBL) mit dabei. Denn im Juni geht erstmalig ein Bernburger Team in der Königsklasse, dem Achter, an den Start. Klaus Kliebisch gehört zu dieser Mannschaft und billigt seiner Crew gute Chancen zu, um sich zu behaupten. "Ich denke, dass wir gut mitmischen können, denn unsere Zeiten sind im obersten Drittel", erklärte der RBL-Kandidat. Ausschließlich in dieser Königsklasse wird im spannenden K.o. -System um Tagessiege, Platzierungen und Punkte gekämpft. Im Rahmen der fünf Events in Bitterfeld, Rüdersdort, Münster, Hamburg und Duisburg wird der deutsche Liga-Champion der Frauen und Männer gekürt.

Doch auch innerhalb der Wettkämpfe des Bernburger Ruderclubs gab es bereits am Samstagvormittag jede Menge gute Ergebnisse. Als Vereinsmeister im Ergometerrudern ging hierbei ohne große Überraschung zum wiederholten Male Günter Rudolf mit einer Zeit von 3:02 Minuten hervor. Spannender war es bei den insgesamt vier Damen, die in der Streckenkategorie 1000 Meter an den Start gingen. Hierbei siegte Sarah Hantschel (3:47) . Die 17-jährige ist seit etwa sechs Jahren im Verein. Als ehrgeizige Sportlerin ist das Rudern genau das Richtige für sie. "Beim Rudern kann ich mich so richtig auspowern", so Hantschel. Wie sie erklärt, werden bei diesem Sport alle Körperteile beansprucht, so dass sie kein zusätzliches Training braucht. Zudem besteht für sie der Reiz an eben diesem Sport in der Verbindung mit der freien Natur, wobei sie gern im Team trainiert. Im Wettkampf jedoch zeigt sie lieber im Einzelrennen, was in ihr steckt.

Auch Maik Wartmann, der als sportlicher Leiter im Verein agiert, nutzt diese Sportart als Ausgleich zum anstrengenden Berufsalltag. "Ich kann mental voll abschalten und bin dabei immer in der freien Natur", so der Bemburger. Zudem ist für ihn der Zusammenhalt innerhalb des Vereins von großer Bedeutung. Auch Anne hat als jüngstes Mitglied diese Sache bereits für sich entdeckt. Denn im Ruderverein hat sie viele neue Freunde kennengelernt. "Am meisten gefällt mir aber, dass ich draußen auf dem Wasser bin", so die Achtjährige.

Die Vereinsmeisterschaft insgesamt ging in jeder Altersklasse mit jeweils einem Sieger einem zweiten und dritten Platz zu Ende. Und obwohl das Ergometerrudern eine gute Alternative zum echten Rudern darstellt, möchte dieses wohl niemand mit dem wirklichen Feeling auf dem Wasser tauschen. Wie Maik Wartmann erklärt , ist das Ergometerrudern zwar anstrengender, mit der Zeit jedoch wird es ziemlich eintönig.

Ute Nicklisch                                      Fotos   HIER !

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