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Schwitzen für die Landesmeisterschaft
Im Moment sind in Sachsen-Anhalt zwar Ferien. Aber an Ausruhen ist für den Nachwuchs vom Bernburger Ruderclub (BRC) nicht zu denken. Nicht
einmal ausschlafen können die Mädchen und Jungen. Zusammen mit den anderen Kindern und Jugendlichen der Ruderjugend Sachsen-Anhalt sind 35 Bernburger im Trainingslager in Prieros. Insgesamt 184 Kinder und
Jugendliche sind auf dem "Hölzernen See" am Start, um sich auf die Landesmeisterschaften am 16. und 17. Juni in Zschornewitz vorzubereiten.
Wegen der hohen Temperaturen tagsüber beginnt das Training teilweise schon kurz nach 7 Uhr morgens. Von der beinahe tropischen Hitze einmal
abgesehen sind die Bedingungen auf dem brandenburgischen Gewässer südlich von Berlin ansonsten aber glänzend. Bis zu 35 Kilometer legen die Älteren täglich zurück. Für die Jüngeren, das heißt, die Anfänger, gehe
es erst einmal darum, rudern zu lernen. "Die Anfänger machen hier erstmal ihre Technik-Stufe, also eine Art 'Führerschein", erklärt Trainer Maik Wartmann. Da gibt es wie beim richtigen Führerschein
auch einen schriftlichen Teil. Nach dem ersten Eindruck, sagt der Trainer, sehe es gut aus. In Hinblick auf die Landesmeisterschaften dient das Trainingslager auch dazu, die bestmögliche Besetzung für die Boote
zu finden. Vor allem in Bootsklassen, in denen sich die Bemburger Chancen ausrechnen. Obwohl der BRC im vergangenen Jahr sogar die Schale für den besten Verein in Sachsen-Anhalt nach Bernburg holte, schraubt
Wartmann die Erwartungen für dieses Jahr erstmal herunter. "Es wird schwer, etwas zu gewinnen. Da brauchen wir auch Glück", sagt Wartmann. Beim Kampf um die vorderen Plätze kommt die stärkste
Konkurrenz dabei sicher wie immer aus Magdeburg. Aber auch Weißenfels und Wittenberg haben laut Wartmann enorm aufgeholt. "Die haben einen guten Nachwuchsbereich. Auf die bin ich gespannt."
Noch am Wochenende zuvor war ein Teil der Kinder bei der Regatta in Rüdersdorf. Eine große Regatta, bei der Jahr für Jahr mehr Vereine
starten. Dabei gelangen den Kindern drei Siege und mehrere weitere gute Platzierungen. Besonders überzeugend war dabei Max Kürschner im Einer (Altersklasse 13). Der Seriensieger aus dem Vorjahr gewann sein
Rennen mit fast 16 Sekunden Vorsprung. Max saß auch in dem ebenfalls erfolgreichen Jungen-Doppelvierer (AK 121 13) mit Nicolas Knaul, Johannes Nitsche, Moritz Suchomski und Steuermann Thomas Schmidt. Moritz
Suchomski vertrat dabei Niklas Weigel, der fehlte, weil er im Urlaub war. Mit dem "Ersatzmann" war der Doppelvierer rund anderthalb Sekunden schneller als das Boot vom Stralsunder RC. Den dritten
Bemburger Sieg fuhren Phillip Brose und Jonas Kreibich im Leichtgewicht-Doppelzweier (AK 13114) ein. Wenn es für Celina Stötzer und Tessa Richter in ihrem Doppel-Rennen (AK 121 13) auch nur für Rang zwei
reichte, so war Maik Wartmann auch mit den beiden Mädchen zufrieden. "Bis kurz vor dem Ziel lagen sie auf Siegkurs, aber am Ende hat die Kraft nicht gereicht", schildert er den Rennverlauf.
Bei den Masters war Gerhard Hartkopf gleich zweimal erfolgreich: Der Bernburger gewann sein Einer-Rennen mit fünf Sekunden Vorsprung. Im
Riemenvierer lieferte er sich mit seinen Teamkollegen aus Halle und Berlin mit dem Pirnaer Boot ein spannendes Rennen. Erst im Schlussspurt gelang es der Renngemeinschaft, die Konkurrenz mit 1,5 Sekunden zu
distanzieren. Einen Dreifach-Triumph konnten die Bernburger Hagen Schulze und Günter Rudolf im Doppelvierer in einer Renngemeinschaft mit Schwedt und Weißenfels feiern. Mit dem Sieg am Samstag hätten sie
gerechnet, sagt Rudolf. Am Sonntag jedoch trafen sie in beiden Rennen auf starke Gegner. Während das Team das erste Rennen noch klar mit acht Sekunden Vorsprung gewannen, fiel der Sieg im zweiten Sonntagsrennen
mit 1,4 Sekunden Vorsprung deutlich knapper aus.
Susanne Schlaikier
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